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17.11.2011 um 14:38 Uhr

Arbeit von zuhause aus


Eigentlich hört es sich doch ganz verlockend an. Man kann daheim auf dem kuscheligen Sofa lümmeln oder sich geschützt von der Balkonbespannung von hier in der Sonne aalen und dabei auch noch Geld verdienen. Natürlich werden ein Computer und eine Internetverbindung meistens vorausgesetzt, es sei denn man schraubt gern Kugelschreiber oder verfasst einen Roman. Obwohl bei letzterem doch zumindest zu Recherchezwecken der weltweite Quell des Wissens nützlich sein könnte. Oder eben auch nicht, wobei ich schon beim Thema wäre. Gerade zu Unizeiten ist es eine (Un-)Sitte die Studenten mit dem Abfassen von Belegarbeiten zu quälen. Vorteil an dieser Art der Arbeit ist, dass man dafür eigentlich nicht das Haus verlassen muss, aber leider irgendwann das Bett.
Und damit geht es schon los. Kaum blitzt die Sonne durch die Plissees im Schlafzimmer, sollte man den Körper erheben, schnell ein Tässchen Kaffee schlürfen und sich dann hurtig an den PC setzen. Soviel zur Theorie. In der Realität wird einfach der blickdichte Vorhang vor die Plissees gezerrt und weitergeschlummert. Dann wacht man auf und es ist um elf. Oh, dumm gelaufen. Dann ein ausgiebiges Frühstück bis zwölf und dann erst einmal die Zeitung lesen. Ein Blick hinter die Balkonbespannung verrät, dass die Sonne schon ganz hoch steht. Es wird also Zeit, den Laptop anzuschmeißen. Weiß und unschuldig liegt die Seite vor mir und mein Kopf ist so leer. Ich mach mir erst einmal eine Tasse Tee. Und räume den Geschirrspüler aus. Und lege die Wäsche zusammen. Dann schnapp ich mir auch noch den Staubsauger. Alles Dinge, die ich sonst nie freiwillig übernehmen würde. Aber im Angesicht der weißen Seite scheint alles verlockender, als das Hinsetzen und Lostippen. Dabei habe ich die Gedanken schon in meinem Kopf und müsste nur loslegen. Bei dieser Arbeitsweise bin ich dann doch froh, dass ich meinen Lebensunterhalt nicht von zuhause aus bestreiten muss!